Jean Jacques
und die Heimwesen auf dem Ferrenberg



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Dorfschaft Ferenberg
«In der Gemeind Bolligen ist übrigens der Ferenberg-Vierthel der einzige, welcher ganz aus Bauersleüthen besteht und seine eigene charakteristische Landesphysionomie behalten hat. In den 3 übrigen Viertheln sind durch angesiedelte Hausleüthe, Fabrikarbeiter und herrschaftliche Güther die Vermischung so stark und so bunt, dass die Eigenthümlichkeit verlorengeht.» So steht es geschrieben um 1810, und noch heute ist Ferenberg eine bäuerliche Siedlung und hat als einziges Dorf der alten Gemeinde eine richtige Käserei behalten. Ferner ist es für die Dorfgeschichte bedeutsam, dass hier eine eigene Schule bestand.
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Ferenberg mit Blick in die Alpen                                                                                                                                          Bild: www.hikr.org

Jean Jaques 1745

Jean  Jaques ist der Ururenkel von Andres Aerni (ca.1630). Als einziges Kind von Susanne Aerni (1716) wurde er am 12. Dezember 1745 in Croisette bei Lausanne geboren und getauft. Seine Paten waren Jean Rumph und Madelaine Erny, Frau von Jean Jaques Blanc, d. h. seine Tante. Jean Jaques bekam viele
Vornamen! Der Bolliger Pfarrer Johan Jacob Jenner mochte wohl nichts «welsches» und verwandelte unseren Jean Jaques beim Geburtsrodel-Eintrag in den hiesigen «Johan Jacob». In den Taufeinträgen seiner Kinder wird er 1765 als «Jacob Ärni von Bolligen» oder 1768 mit «Jacob Ärni auf dem Ferre­­berg», im «Todten Rodel» 1782 auch als «Jakob Ärni von Ferrenberg» und in späteren Schriften (1822) aber wieder mit « Joh. Ärni sel. zu Ferenberg» bezeichnet.
Im Staatsarchiv Lausanne hätten wir ihn fast übersehen. Wir wussten damals noch nicht, dass er im Taufrodel zu Croisette als «Jean Jaques Erny» eingetragen wurde und dass wir seine Namensverwandlung dem «lieben» Bolliger Pfarrer verdanken. Vermutlich ist Jean Jaques bei seinem Onkel Jacob (1715) im Schermen bei der Papiermühle aufgewachsen.

Jean Jaques ist die 3. Schlüsselfigur in der Familiengeschichte.  Das einzige nach oben strebende Ästchen unseres Stammbaumes. Am 11. Januar 1765 heiratet er Elsbeth Kunz (1742) aus einer alteingesessenen und angesehenen Familie von Bolligen. Jeder Heiratswillige hatte eine vom Trüllmeister seines Heimatortes verfasste Bestätigung vorzuweisen, dass er im Besitze einer (auf eigene Kosten angeschafften!) «guten kriegsmontur und kleidung» sei. Weil diese Scheine oft betrügerischerweise beschafft wurden, musste jeder Bräutigam von 1760 an bei seiner Einsegnung seiner Ehe in Uniform erscheinen.
Mit Ihren 6 Kindern ist die Nachkommenschaft der Familie gerettet:
1. Hans Ueli, 24. Februar 1765
2. Bendicht, 28. April 1768 (gefallen am 5.3.1798 bei Fraubrunnen)
3. Niclaus, 10. Dezember 1769
4. Elisabeth, 18. Oktober 1772
5. Jacob, 11. Januar 1775 († 9.3.1775)
6. Jacob, 28 Februar 1778

Alle noch heute lebenden Aernis gehen zurück auf den ersten Sohn Hans Ueli (1765)
oder den letzten Sohn Jacob (1778).
Bendicht, der 2. Sohn, ist beim Feldzug im Kampf gegen die französischen Truppen am 5.3.1798
im Fraubrunnenfeld gefallen. (Siehe Kapitel «Feldzug vom 5. März 1798»)

Jean Jaques starb am 30. März 1782 im Alter von 36 an Fieber.
Über seine Ehefrau steht im Totenrodel:
Aerni geb: Kuenz Elsbeth, Ferenberg, 25.-26. Febr. 1806
Alter : 64 J. Krankheit: ausgelebt, Bern: eine Witwe

Obwohl Jean Jaques sehr früh gestorben ist, hat er doch einen soliden Existenz-Grundstock  in Ferenberg für seine Kinder geschaffen. Zu dieser Zeit geschah auch der Bruch der Berufstradition. An Stelle von Schmieden gab es nun Landwirte und andere Berufe. Im Ferenberg-Viertel lebte die Familie von 1768 bis der Auswanderung  der letzten Familienmitglieder im Jahre 1891.

Die Beschreibung der Familienmitglieder, die auf dem Ferenberg im Ackerbau und in
der Forstwirtschaft tätig waren, sowie markante Ereignisse werden ab hier chronologisch festgehalten, um die zeitlichen Zusammenhänge besser zu überblicken.

1750 - Der «Rote Tod» oder die Rote Ruhr war ebenso gefürchtet wie heute Aids oder Krebs. Die Epidemie vom Spätsommer 1750 raffte über 5% der bernischen Bevölkerung dahin und reichte in ihrer demographischen Wirkung an einen Pestzug heran.
1757 Im «Mandatenbuch von 1739» wurde 1757 der Gemeinde Etat erfasst. Unter «Ittigen» ist Jacob Ärni mit 6 Personen aufgeführt. Jacob mit seiner Frau und seinen 3 Töchtern zählen 5 Personen. War Jean Jaques im Alter von 12 Jahren die 6. Person? Vieles deutet darauf hin, dass er bei diesem Onkel aufgewachsen ist. Jacob Ärni war Vogt der Gebrüder Bendicht und Niklaus Kunz. Aus dieser Famile heiratete Jean Jaques später Elsbeth Kunz. Unter den Paten der Kinder von Jean Jaques finden wir viele Mitglieder der Familie Kunz, was auf eine gute verwandtschaftliche Beziehung zwischen diesen beiden Familien hinweist.
1765 Geburt von Hans Ueli Aerni, erster Sohn von Jean Jaques. Beim Vater steht hier noch «von Bolligen»,
nur einer seiner Taufpaten, David Hadorn, kommt vom Ferenberg.

1768 Der wohlhabende und alteingesessene Burger von Bolligen Hans Kunz vom Ferenberg stirbt im Sommer 1768 und hinterlässt einen Hof mit über 90 Jucharten Land und Wald. Sein Sohn aus erster Ehe, Hans Kunz und Jean Jaques Ärni, Ehemann von Elsbeth Kunz, die Tochter aus zweiter Ehe, erben zusammen diesen prächtigen Bauernhof.  (Heimwesen Böhlen)
(→ Theilungsschrift, Kapitel «Dokumente»)


Das Heimwesen Böhlen  (Auszug aus dem «Heimatkundlichen Führer Bolligen»)
Nur ein Jahr jünger als das Hofer-Haus ist das benachbarte Bauernhaus Böhlen. Im Gegensatz zu jenem würde man hier kein altes Haus vermuten. Aber sein Baudatum ist doppelt bezeugt: Einmal durch die Inschrift 1658, die am Tennstutzbalken mit 12–14 cm hohen Zahlen auf 140 cm Gesamtlänge eingekerbt war. Der tannene Balken wurde 1982 bei der Gesamterneuerung des Stall- und Scheuerwerks heruntergenommen und sichergestellt. Sodann ist heute noch eine über dem strassenseitigen Kellereingang in Sandstein eingehauene Inschrift sichtbar. Von den Nebenbauten sind das Stöckli und das Ofenhaus ebenfalls beachtenswert. Das Stöckli trägt über der Kellertüre die Jahrzahl 1797 . Nach den Kunz besassen 1772 die Wahli, ebenfalls alte Bolliger, das grosse Gut. Als Christian Wahli 1830 gestorben war, kam es an seine Tochter Barbara, die mit Johann Sterchi verheiratet war. Im Besitz der Familie Sterchi blieb es bis 1864. Damals übernahm es Johann Gasser in der Rollmatt bei Belp. Der Sohn Johann Gasser verkaufte es 1913 dem Käser Friedrich Schmutz auf dem Ferenberg, der es im Dezember 1933 an Christian Böhlen veräusserte, dessen gleichnamiger Sohn heute Eigentümer ist.




Besitzer der Höfe im Ferenberg Dorf I

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1768 Geburt auf dem Ferenberg von Bendicht Ärni, zweiter Sohn von Jean Jaques.

1769 Geburt auf dem Ferenberg von Niclaus Ärni, dritter Sohn von Jean Jaques.

1770/71 Die Getreidemissernte 1770/71 verursachte im ganzen Land eine grosse Hungersnot.

1771 Jean Jaques Ärni und Hans Kunz tauschen mit Christen und Bendicht Stettler den Winteler-Acker gegen die «Beunden» von 2 Jucharten.n. (→ Kapitel «Dokumente»)

1772 Jean Jaques Ärni und Hans Kunz verkaufen Hans und Bendicht Bigler ein Stück Tannenwald, das
«Oberdängeli» genannt, von 3 Jucharten für den Preis von 1100 Pfund. n. (→Kapitel «Dokumente»)

1778 Jean Jaques Ärni und Hans Kunz kaufen zusammen von Hans und Bendicht Stettler ein Heimwesen auf dem Ferenberg, «Boden» genannt, für den Kaufpreis von 9000 Pfund oder 2700 Bern-Kronen. Im Grundbuch Bolligen steht: «Neuerbauten Haus, Hausbrunnen, Garten und beÿ liegendem in einer Eichhägÿ gelegenem Erdreich ongefehr
20 Jucharten haltend».
(→Kapitel «Dokumente»)


Das Heimwesen «Boden» 
(Auszug aus dem «Heimatkundlichen Führer Bolligen»)

Das Heimwesen im Boden gehört zu den alten Lehengütern. An alter Bausubstanz weist es einzig das Stöckli auf  «mit zwei Wohnungen, einem Speicher darauf und Ofenhaus darunter, nebst zwei ange-
bauten Schweineställen» - wie es in Kaufverträgen um die Mitte des 19. Jahrhunderts beschrieben ist.
Es gehört in die Reihe der Mehrzweckstöckli. Jahrzahl ist keine ersichtlich. Es wird aus dem späten
18. Jahrhundert stammen und ist seither mehrmals umgebaut worden.
Das grosse Bauernhaus ist 1940 umgebaut worden, wobei das alte Walmdach ersetzt und die Ründifront erstellt wurde. Irgendwelche Inschrift oder Jahreszahl ist auch hier nicht ersichtlich.
Als Besitzer begegnet uns erstmals im Verzeichnis von Pfarrer Dick von 1772 Christian Stettler mit
1 Feuerstatt und 22 1/4 Jucharten bodenzinspflichtigem Land.

1778 Geburt auf dem Ferenberg von Jacob Ärni, letztes Kind von Jean Jaques.

1782 - Jean Jaques Aerni starb am 30. März  im Alter von 36 an Fieber.

- Der Hexenwahn ist am abklingen. Anna Göldin wird als letzte Hexe in der Schweiz hingerichtet.

1798 Schlacht gegen die Napoleonischen Truppen auf dem Fraubrunnenfeld. Zahlreiche Bürger aus der
Gemeinde Bolligen mussten bei dieser Schlacht ihr Leben lassen. Unter den Gefallenen befand sich
auch der noch ledige Bendicht Aerni (geb.28.4.1768), der zweite Sohn von Jean Jaques und Elsbeth Kunz. Er fiel im Kampf auf dem Fraubrunnenfeld. Sein Name und die weiterer 26 Männer aus Bolligen sind auf schwarzen Marmortafeln in der Bubenberg-Kapelle des Berner Münsters verewigt.

1799 Geburt auf dem Ferenberg von Johannes Aerni, Sohn von Niclaus (1769).

1806 - am 25. Februar stirbt  Elisabeth Ärni, geb. Kunz, Ehefrau von Jean Jaques, auf dem Ferenberg im Alter von 64 Jahren. Im Totenrodel steht die Bemerkung «ausgelebt».

- Die noch ledige Tochter Elisabeth Ärni verkauft ihren Erbteil an ihre drei Brüder Hans, Niclaus
und Jacob Ärni. (→Kapitel «Dokumente»)

1807 Geburt auf dem Ferenberg von Bendicht Aerni, Sohn von Hans Ueli (1765).

1810 Niclaus (1769) ist Vogt der Maria Schindler und tätigt 1810 ihre Geldgeschäfte.

1811 Einer der Ärni zu Ferenberg war «Feuergschauer» und wurde 1811 abgelöst.

1812 Bendicht Kunz war bis 1812 Vogt von Jacob Ärni. (Jacob war erst 4 Jahre alt, als sein Vater starb).

Ein Stück Wald, das unter Äschi Holz von ungefähr einer Jucharte, wird für 300 Kronen von den
Gebrüdern Ärni (Hans Ueli, Niclaus und Jacob) an Ulrich Bill verkauft.




​​​​​​​Besitzer der Höfe im Ferenberg Dorf II

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1813 - Maria Aerni, geb. Schüppach, Frau von Hans Ueli (1765) starb auf dem Ferenberg im Alter von
50 Jahren an Brustkrebs.
- Im «Militär Steuer Einzug Rodel» von 1813 ist zu entnehmen, dass diese Steuer aufgrund des
Liegenschaftzswertes berrechnet wird. Die Liegenschaft der Gebrüder Ärni vom Ferenberg wird mit Fr. 10’880.– und einem geschätzten Vermögen von Fr. 4930.– angegeben.
1814 Im Ferenbergviertel wird 1814 Niklaus Ärni zum Armentell-Einzieher bestimmt. Die Wahl erfolgte vermutlich alle 5 Jahre, denn 1819 werden erneut die Armentell-Einzieher für die Viertelsgemeinden bestimmt, darunter wieder unser Niklaus für den Ferenbergviertel.
1819 - Die 3 Brüder Ärni (Hans Ueli, Niklaus und Jakob) auf dem Ferenberg beschliessen im März 1819, ihr Heimwesen selbst unter sich aufzuteilen.
- Geburt auf dem Ferenberg von Johannes  Aerni, Sohn von Niklaus (1769)
1820 Am 4. März 1820 wird Niklaus Aerni durch Christen Kindler als Armentell-Einzieher ersetzt, denn
2 Tage später ernennt ihn der Gemeinderat von Bolligen zum Waisenvogt des Ferenbergviertels:
Der Gemeinderath von Bolligen authorisiert hiermit den hl. Niklaus Ärni zu Ferenberg als
Waisenvogt für die ärmeren Waisen dasigen 4tels oder dessen Sachwalter Ehr.
1821 Nach 2 Jahren klagt Jakob über das Hinauszögern der Teilung des Heimwesens und Gemeindsbeamte werden bestimmt um solche zur Ordnung und vernünftigen Theilung zu weisen.
1822 - Im April 1822 wird ihnen befohlen, ihre verabredte Theilung Notharialisch vorschreiben zu lassen.
Im September 1822 entschliesst sich Niklaus Aerni , seinen Teil um den verabredeten Preis abzutreten. Worauf ihm, weil er sehr veränderlichen Sinnes sey, 3 Wochen zu bedenken Zeit gestatet wurde!
- Hans Ueli Aerni (1765) starb am 23. Juli 1822 im Alter von 57 Jahren an «Auszehrung».
- Das ganze Heimwesen samt Land und Wald auf dem Ferenberg wird aufgeteilt zwischen einerseits Jakob Aerni und andererseits seinen zwei Brüdern Johannes und Niklaus.
( Ausführliche Liegenschaftsbeschreibung / Theilung →Kapitel «Dokumente»)
- Jakob (1778) verkauft an Johannes Gasser seinen Drittel vom Heimwesen, (→Kapitel «Dokumente»)
und im Mai 1823 an Hans Bigler und Hans Liechti einen Acker, das «Spitzbäumlein», das «Fuchsakerhölzlein» von einer halben Jucharte und die Hälfte des «Katzensteigholzes», im Ganzen ungefähr 3 Jucharten haltend. (Die andere Hälfte gehört der Wittwe Kiener auf dem Ferenberg) (→Kapitel «Dokumente»)
1823 Die zwei Kinder des verstorbenen Johannes (= Hans Ueli,1765), die Tochter Anna (1793) und sein Sohn Bendicht (1807), in dessen Namen sein Vogt Bendicht Kunz, Gemeinderath von Bolligen, handelt, verkaufen ihren Erbanteil an ihre zwei Onkel Niklaus (1769) und Jakob Aerni (1778).
1825 Geburt auf dem Ferenberg von Jakob Aerni, Sohn von Jakob (1778).
1831 Geburt auf dem Ferenberg von Christian Aerni, Sohn von Niklaus (1769).
Zwei Taufpaten sind vom Ferenberg: Hans Sterchi und Anna Gosteli, geb. Klötzli, die Schwester der Mutter Barbara  Aerni, geb. Klötzli.
1835 Elsbeth Aerni, geb.Schüttel, Frau von Niklaus (1769) starb auf dem «Uzleberg» im Alter von 60 Jahren.
1840 - Bei wichtigen Angelegenheiten konnten sich die Ferenberger tapfer wehren. Aus dem «Gemeindsprotokol der Dorfgemeinde Ferenberg» ist aus der Verhandlung vom 8. März 1839 zu entnehmen: «Die vom 21. Januar 1838  gewählte Wegcomission findet nothwendig den Bezirk zusammen zurufen um die Stimmung noch einmal zu vernehmen; vorzu sie ausgestossen seÿ, nämlich einen bessere Verbindungsweg zwischen Ferenberg und Stettlen zu projektieren. Da diese bemeldete Comission einstimmig zu diesem Zweck vom Bezirk Ferenberg erwählt worden ist und einige von Stettlen sich aussprechen durften vor Mitgliedern des Baudepartements von Bern; als währe dieses Begehren nur von wenigen; die wichtigsten von Ferenberg seÿen darwieder u.d.g., so fand die bemeldete Comission die Nothwendigkeit über diesen Gegenstand den Bezirk zusammen zu berufen um ihre Stimmung noch einmahl zu vernehmen und auch dem Bezirk zu zeigen was in dieser Zeit gethan worden seÿ. Nach dem Namen abruf wo die Verhandlungen sollen erkent werden: laut Reglement: wurde vom Präsident über diesen Gegenstand angefragt, die Antworten sind: a) Christ Rohrer verlangt fortsezung dieser Sache mit Bemerkung wen dieser Gegenstand ausgeführt werden könne.  b) Liechti Joh. desgleichen doch lieber nicht durch seÿn Land.  c) Stettler Zimmermeister desgleichen doch könne er nicht mehr versprechen als ihm möglich seÿ an der Sache beÿzutragen. d) Gosteli Bendicht gleichen Sinn. e) Bigler Joh. trägt an auf fernere Nachsuchung. so auch Burkhalter Bendicht und Christ Gasser. f) Sterchi Johannes u. Christen Sterchi Söhne, welchen der Vater Sterchi das Gemeinwesen überlassen hat, verlangen auch ferner Nachsuchung in diesem Projekt - wollen aber noch Verbindung mit dem alten Weg. g) Leu Nikl. nun seÿ er überzügt der falschen Anschwazung gegen die Comission bezeugseÿn Wunsch zu Nachsuchung. h) Jakob Aerni, neuerdings einzutreten, auch Kunz Joh. vom Feld an seÿnes Vaters Bend. Kunz Plaz, ferner Nachsuchung, i) Kiener Joh., Boden auch ferner einzutreten. k) Rohrer Bend. und Studer Friedrich auch einzutreten».
«Nun wurde von einem Mitglied der Commissiohn der Antrag gemacht, man solle zu diesem Weg-Projekt eine Summe bestimmen. Die Versammlung solle bestimmen, ob man eine Summe nennen solle oder efahren wir aus freiem Willen. Weg der Abstimmung ob eine Summe bestimmen, waren 4 Stimmen, für freiwillig 13 Stimmen». Es folgt eine Liste mit 34 Namen. Die Summe von 1992 Pfund kam so freiwillig zusammen trotz der Bemerkung bei 4 Namen «verlangten Bedenkzeit bis morndrigen Tag». Unser Jakob Aerni (1778) brauchte keine Bedenkzeit und ist mit 20 Pfund. eingetragen.
1840 Aus dem «Gemeindsprotokol der Dorfgemeinde Ferenberg» ist zu entnehmen: «Wurde einen
Ausschuss erwält für einen Plaz zu erwählen um das Schulhaus darauf zu bauen wurden ernennt;
Joh. Stettler, Joh. Bigler, Jakob Aerni (1778), Christ Gasser, Joh. Liechti.
1841 Niklaus Aerni (1769) starb im Alter von 72 Jahre.
1842 Im «Tellrodel» für die Dorfschaft Ferenberg» ist zu lesen: «Die Schulbezirksgemeinde Ferenberg hat in ihrer Versammlung vom 25. Herbstmonat 1842 erkent, zu Fortsezung des Schulhausbaues eine Telle zu beziehen, nemlich von £ 1000 Schatzung bz. 8 sowohl von den sämtlichen Liegenschaften, als von denbeweglichen Vermögen der im Schulbezirk wohnenden Burgern.». Von den 25 aufgelisteten Liegenschaftsbesitzern auf dem Ferenberg liegt Jakob Aerni mit seiner, auf £ 6976 geschätzten Liegenschaft, an 13. Stelle genau in der Mitte. In der Liste der «Capitalisten» figuriert er nicht. Der reichste Bauer, Christian Stettler, bezahlt seine Telle auf den Liegenschaftswert von £ 32’767 und ebenso auf ein Kapital von £ 14’500.
1843 Die erhobene Steuer für den Schulhausbau wurde in diesem Jahr verdoppelt: 16 Batzen auf 1000 Pfund.
1845 Der Einwohnergemeinderat beschliesst am 24. Nov. 1845, für Niklaus Aerni (1808) zu Sinneringen,
welcher sich um eine Wegmeisterstelle bewerben will, ein gutes Zeugnis auszustellen.
1847 Jakob Aerni kauft im Jahre 1847 für 8000 Livres ein Heimwesen auf dem Ferenbergfeld.
1848 Aus dem «Gemeindsprotokol der Dorfgemeinde Ferenberg» ist zu entnehmen: Johannes Aerni (1819) wird für das Jahr 1848 zum Präsidenten der Dorfgemeinschaft Ferenberg gewählt.
1849 Nach dem Präsidentenjahr folgte 1849 für Johannes Aerni (geb.1819)ein Jahr als «Dorfmeister».
1850 Einwohnergemeinderats-Protokoll vom Samstag, den 1. Juni 1850: «Von hl. Liechti, Quartier-Aufseher, Namens der Einwohner-Polizei-Commission in Bern, wird mit Schreiben vom 28. März lezthin angezeigt, dass Niklaus Aerni (1808), von hier, gewesener Irrenwärter im Aussern Krankenhaus, am 26. gleichen Monats infolde Unglüks-Falles gestorben, und am 29. desselben Monats mit Bewilligung von competenter Behörde zu Bolligen beerdigt wurde».


1853 - Johannes Aerni, verheiratet mit Anna Barbara Stempfli, ist Pächter auf dem Gut des Schwiegervaters (Aussenhaus bei Habstetten). Der Vater von Anna Barbara, Niklaus Stempfli stirbt 1853 und hinterlässt drei Töchter. Ausser den 3 Mehlstuben, die sein Bruder erbt, fällt das ganze Heimwesen im Wert von 23’500.– Fr. den 3 Schwiegersöhnen zu. Christian Blank verkauft seinen Drittel für 5178.– Fr. an seine beiden Schwager Niklaus Maurer und Johannes Aerni, die somit jeder die Hälfte des reichverzierten Heimwesens besitzen.


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Das Aussenhaus in Habstetten auf der Schuhmacher-Karte von 1814 (Kartenausschnitt)


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- Einwohnergemeinderats-Protokoll, Samstags den 19. Hornung 1853. «Für Johannes Aerni (1819) im Aussenhaus zu Habstetten, wurde ein gutes Leumundszeugnis auszustellen erkannt».
- Einwohnergemeinderats-Protokoll, Samstags den 3. Herbstmonat 1853: «Mit Schreiben des gemeinds vom 22. August lezthin wird angezeigt: dass Johannes Aerni (1799) von hier, gesessen gewesen zu Rychigen, in der Nacht vom 21. auf den 22. gl. Monats gestorben sei».
1854 Einwohnergemeinderats-Protokoll, vom 17. Juni 1854: «Wurde die Uebergabe vom 3. Dezember 1853 von Wittwe Anna Aerni , geb. Wälti zu Rÿchigen, an Frau Wittwe Elisabeth Bernh., Bleicherin zu Worb, auf einen Kaufbeile vom 11. November 1822 und 18. May 1823 für Fr: 5588.50 Capital auf Jakob Aerni, zu Ferenberg, namens ihres einzigen noch minderjährigen Kindes Anna Elisabeth Aerni genehmigt».
1856 - Drei Jahre später verkauft Johannes Aerni ebenfalls seine Hälfte für 11’376.– Fr. seinem Schwager
Niklaus Maurer.
- Einwohnergemeinderats-Protokoll, Samstags den 6. Herbstmonat 1856: «Ein vorgelegter Vergleich zwischen Jakob Aerni zu Ferenberg und Wittwe Anna Aerni , geb. Wälti zu Rÿchigen, vom 23. August
lezthin, wonach Ersterer der Leztere statt den streitig gemachten Kapitalforderung von L: 49.7.2 alte Währung und einer restanzlichen Zinsforderung von Fr: 177.86 eine runde Summe von Fr. 240.– innert 14 Tagen zu bezahlen hat, wurde Namens der noch minderjährigen Kinder von Wittwe Aerni genehmigt, sowie auch die Einkassierung dieser Vergleichssumme»

- Im Alter von 77 Jahren stirbt Jakob Aerni am 31. Oktober 1856 und hinterlässt ein «fruchtbares» Vermögen von 13’589.– Franken. Das erstellte Inventar,  →Kapitel «Dokumente» wo jeder Löffel und jede Schraube aufgeführt sind, ist sehr aufschlussreich. Er besass zwei Heimwesen.
​​​​​​​Das erste stand im Dorfe Ferenberg, das ihm zu 2/3 gehörte mit Scheune, Speicher und Ofenhaus. Dazu kamen Hofstatt, Ackerland und Waldung in 11 Stücken von insgesammt 22 Jucharten. Das zweite Heimwesen auf dem Ferenbergfeld besass er zur Hälfte. Es umfasste Hofstatt, Ackerland und Waldung von insgesammt 9 Juchar-ten. Beide Liegenschaften zusammen wurden im Grundsteuerregister der Gemeinde Bolligen auf 28’200.– Fr. geschätzt. Sicher gehörten die Aerni nicht zu den Grossgrundbesitzern
aber zu einem wohlhabenden Bauernstand. Das aufgeführte «Bureau mit Glasschäftli von Hartholz» ist für damalige Zeiten schon eher dem Luxus zuzuschreiben.


- Einwohnergemeinderats-Protokoll, Samstag den 1. Wintermonat 1856: Dass auf Begehren des Jakob Aerni , Sohn, zu Ferenberg die Ausschreibung eines amtlichen Güterverzeichnisses über die Verlassenschaft seines am 31. Oktober lezthin verstorbenen Vaters Jakob Aerni sel. unterlassen wurde, wird hierseits für dessen noch minderjährigen Sohn Bendicht Aerni zugegeben, mit Vorbehalt: dass derselbe beistimmen und die mehrjährigen Söhne Johannes und Jakob Aerni die Vormundschaftsbehörde Bolligen auf übliche Weise für allfällige desshalb ihn zur Last fallenden nachtheiligen Folgen rewersieren. Für diesen Fall wird Gemeindrath Bendicht Sterchi ausgeschossen: der Aufnahme eines Vormundschaftlichen Vermögensverzeichnisses über die Verlassenschaft dieses Erblassers beizuwohnen».
- Einwohnergemeinderats-Protokoll, Samstag den 15. Wintermonat 1856 im gewohnten Lokal:
1.) «Auf die von den einten mehrjährigen Kindern des lezthin verstorbenen Jakob Aerni, Vater, bei
Leben gesessen gewesen zu Ferenberg, unterzeichneten und heute hier eingelegten Verpflichtung vom
4. d. M. wurde erkannt: dem von ihnen und von dem noch minderjährigen Sohn Bendicht Aerni selbst gestellten Begehren gemäss, die Ausschreibung eines amtlichen Güterverzeichnisses über die Verlassenschaft des Vaters Jakob Aerni sel. zu unterlassen».
2.) Waisenvogt Jakob Aerni, zu Ferenberg wurde ausgeschossen und autorisiert, zwei Gutsprachen auszustellen, und zwar: a) die einte für den Vögtling Christian Stettler, im Wolfenstall, um Fr. 60.– Mietzins für von Martini 1856 bis Martini 1857 und b) die andere für des Vögtlings Jakob Kunzen Knab Johannes Kuenz, zu Flugbrunnen, um Fr. 40.– Lehrgeld, Beitrag zu Erlernung der Uhrenmacherie, zu handen der Herren Tieche & Compl. in Reconvellier bei Dachsfelden.
1857 - In einem Kaufvertrag von 1857 über ein Stück Waldung im Äschiholz hinter dem Ferenberg steht, dass Johannes Aerni jetzt «Pächter zu Hursellen in der Kirchgemeinde Münsingen ist und Jakob, Christian und Bendicht noch immer auf dem Ferenberg wohnen.
- Einwohnergemeinderats-Protokoll, Sonntags, den 4. April 1857: «der von Wittwe Aerni zu Ferenberg zu leistende Verpflegungsbeitrag für das dem Gut No: 20 «Wittwe Sterchi und Jakob Aerni» zugetheilt gewesene Güterkind Johann Kunz, für von April 1856 bis 1857 wurde da die Parteien sich hierüber nicht verständigen konnten, bestimmt auf Fr. 13.–».
- Einwohnergemeinderats-Protokoll, Samstags, den 2. Mai 1857: «da Jakob Aerni zu Ferenberg , s.z. als gewes. Waisenvogt des Ferenbergviertels, zu Handen der schon früher als mehrjährig aus der Vormundschaft getrettenen Geschwister Johann und Susanna Stetttler, Albrechts zu Fahrni, für beide zusammen Fr. 72.46 Capitalantheil einkassiert, und dem Vernehmen nach, ihnen noch nicht abgelie
fert hat, wird erkennt, ihn aufzufordern, diese Einnahme ihnen sofort abzuliefern».
- Einwohnergemeinderats-Protokoll, Samstags, den 4. Juli 1857: «wird erkennt: dem gewesenen Waisenvogt Jakob Aerni zu Ferenberg aufzufordern, das hinter ihm befindliche Vermögen der Geschwister Susanna und Johannes Stettler, Albrechts zu Fahrni, , s.z. als gewes. Waisenvogt des Ferenbergviertels, zu Handen der schon früher als mehrjährig aus der Vormundschaft getrettenen Geschwister Johann und Susanna Stetttler, Albrechts zu Fahrni, bei Steffisburg, sofort denselben abzuliefern, falls es noch nicht geschehen sein sollte, und innert nächster 14 Tagen die Quittung von ihnen hiefür der Vormundschaftsbehörde vorzuweisen».
- Vermutlich in diesem Jahr zog Jakob Aerni nach Urselllen, wo auch sein erstes Kind, Christian
Friedrich, am 23. September 1862 auf die Welt kam.
1863 Einwohnergemeinderats-Protokoll, vom 7. Hornung 1863 : «Für die Brüder Christian und Bendicht Aerni, zu Ferenberg, wurde eine Empfehlung für ein Brennpatent erkennt».
Einwohnergemeinderats-Protokoll, vom 23. Maÿ 1863 : «Für die Brüder Christian und Bendicht Aerni, zu Ferenberg, wurde eine Empfehlung für eine Wirtschafts-Bewilligung auszustellen erkennt, um am nächstkünftigen Auffahrtstag auf dem Bantigerhubel, auf der Kohlgrube und in ihrer Wohnung wirthen zu dürfen».
Einwohnergemeinderats-Protokoll, vom 19. September 1863: «Auf Ansuchen der Brüder Christian und Bendicht Aerni, zu Ferenberg, wird das Gesuch derselben Erneuerung ihres Brennpatents auf ein Jahr zur Bewilligung empfohlen».

1864 Barbara Aerni, die Witwe von Jakob (1778), kauft 1864 die restliche Hälfte des Heimwesens auf dem Ferenbergfeld für die Summe von 12’000 Franken. Noch im gleichen Jahr vermacht Barbara Aerni ihr ganzes Gut ihren 6 Kindern, 4 Söhne und 2 Töchter. Jakob, Christian und Bendicht Aerni bleiben Besitzer und bezahlen den «3 Erbverkäufer»: Johannes Aerni, Bendicht Augsburger (dem zweiten Ehemann von Anna Barbara Aerni, der nicht in den Rödeln von Bolligen erwähnt ist) und Samuel Ramseÿer (Ehemann von Anna Aerni) je die Summe von 2500 Franken.

- Jakob, Christian und Bendicht Aerni ersteigern den über 3 Jucharten grossen «Lochaker» für den Preis von 2’650.– Franken. In der Grundsteuerschatzung wird der Wert des Grundstückes aber nur auf 1270.– Franken geschätzt.

1865 Im März kaufen Jakob, Christian und Bendicht Aerni den letzten Drittel der Liegenschaft im Ferenberg Dorf. Dieser beinhaltet auch den Anteil Wasser aus dem Brunnen der Zehngütergemeinschaft.

- Einwohnergemeinderats-Protokoll, vom 20 Oktober 1865: «Für Christian Siegenthaler in Ostermundigen und Brüder Aerni, zu Ferenberg, auf ihr Begehren, Empfehlungen für Brennpatente erkennt».
1866 Einwohnergemeinderats-Protokoll, vom 6. Oktober 1866: «Erkennt: die Sicherheit für die von den Gebrüdern Aerni, zu Ferenberg an hiesige Vögtlinge und Gemeindsgüter schuldige Kapitalien zu prüfen».
1867 - Bei der Pfandbrieferneuerung von 1867 wohnen nur noch Christian und Berndicht Aerni auf dem
Ferenberg. Jakob Aerni ist nach Siebenzach im Kanton Freiburg ausgezogen.
- am 10. November starb Barbara Aerni geb. Klötzli auf dem Ferenbergfeld im Alter von 74 Jahren.

1868 Jakob Aerni verkauft 1868 seinen Anteil an dem Heimwesen an seine Brüder Christian und Bendicht. Das Heimwesen im Dorfe Ferenberg wird 1868 an Friedrich Hofer, dem Schlossermeister auf dem Ferenberg, Sohn des damaligen Miteigentümers Jakob Hofer verkauft.

Johannes und Jakob Aerni verkaufen 1868 ihren Anteil an einem Waldstück im Äschiholz an Christian und Bendicht. In diesem Kaufvertrag ist ersichtlich, dass die beiden Verkäufer im Kanton Freiburg leben, Johannes in Menzishaus und Jakob in Heiteren. Ende des Jahres 1868 stellt der Einwohnergemeinderat Bolligen Christian und Bendicht Aerni ein Zeugnis aus, damit sie bei der Hypothekarkasse des Kantons Bern ein Darlehen aufnehmen können.
In der Grundsteuerschatzung wird der Wert des Hauses und des Erdreichs auf 26’530 Franken
geschätzt.
1869 Einwohnergemeinderats-Protokoll, den 3. April 1869: «In das Gesuch der Gebrüder Aerni, auf dem
Ferenbergfeld um ein Darlehen von Fr. ______ auf eine zu errichtende Pfandobligation wurde nur
soweit eingetreten, für sie bei der Einwohnergemeinde um Genehmigung hiezu einzukommen, wenn
sie entsprechende Nachgangserklärungen auswirken»
Einwohnergemeinderats-Protokoll, den 3. Juli 1869: «Auf das Ansuchen der Gebrüder Christian und Bendicht Aerni, von hier, auf dem Ferenbergfeld, wird der Gemeindsekelmeister Rudolf Müller,
Gemeindrath in Worblaufen autorisirt: für die drei von den selben an hiesiges Kirchengut schuldigen Kapitalien von zusammen Fr. ______ zu gunsten eines bei der Hypotekarkasse des Kantons Bern neu aufzunehmen den Darlehen von Fr. 15’000.– den Nachgang zu erklären».
1872 Einwohnergemeinderats-Protokoll, den 19. Oktober 1872: «Es erscheint Frau Elisabeth Aerni,
geb. Leuenberger, Jakobs Ehefrau von Bolligen, wohnhaft in der Heitern bei Tafers Kantons Freiburg
und sucht unter Vorlegung einer Vollmacht ihres Ehemanns um eine vormundschaftliche Ermächtigung zum Zwecke der Versicherung ihres dem Ehemann eingewehrten Vermögens, das sich auf etwa
Fr. 2000.– belaufe, nach. Es wird beschlossen, vorläufig in dieser Sache nichts vorzuwehren und Frau Aerni mit ihrem Begehren an das Regierungsstatthalteramt Bern gewiesen».
1873 Wieder einmal brauchte es Geld für den Schulhausbau. Auf Fr. 1000.– Liegenschaftsvermögen wurde von Burgern Fr. 1.– erhoben. Die Gebrüder Aerni auf dem Ferenbergfeld bezahlten Fr. 24.45 und in den nächsten beiden Jahren je Fr. 23.60.
Einwohnergemeinderats-Protokoll, Sizung vom 6. Dezember 1873: «Wurde beschlossen, den Johann Aerni, Landwirth zu Menzishaus Cant. Freiburg, auf nächste Sitzung vorzuladen, mit seinem ältesten mehrjährigen Sohn vor dem Gemeinderath zu erscheinen, um mit ihnen in Betreff der Mutterguts-
versicherungs-Angelegenheit Rücksprache nehmen zu können».
1880 Einwohnergemeinderats-Protokoll, Mitwochs den 28. Juli 1880: «das Gesuch des reformierten Pfarr-
amtes Freiburg um Unterstüzung der Wittwe und Kinder des Jakob Aerni, von hier, wohnhaft gewesen in Avry bei Matran wird der Spendcommission überwiesen».
1883 Am Palmsonntag 1883 wird zum letztenmal ein Aerni-Kind in der Gemeinde Bolligen zum Abendmahl admittiert: Jakob Aerni, Christens und A.M. Burri, Bolligen, Ferenbergfeld.
1891 Der letzte Hinweis über den Verbleib der Aernis auf dem Ferenberg befindet sich im Stimmregister der
Gemeinde von 1891. Als Landwirte wurden aufgeführt Christian und Bendicht Aerni.