Die illustren 
Diplomaten, Erfinder ...




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Honorarkonsul
​​​​​​​Agathon Aerni 
1929-2006

Agathon Arno ist am 1. November 1929 in Bern geboren. Er studierte Wirtschaftswissenschaft in Bern und in den Vereinigten Staaten. Von 1954 bis 1966 betätigte er sich als Universitätsdozent und Bankier in den USA. In Stanford, Californien, heiratet er die Ethnologin Mary Jean Kennedy und am 20. Februar 1960 ist Daniel Ernst Kennedy Aerni in Palo Alto, USA, geboren. Agathon Arno wirkte bis 1972 als Diplomat in Uganda, Jamaika sowie in Trinidad & Tobago. In Bern heiratet er am 20. September 1972 seine zweite Ehefrau Meieli Vifian von Wahlern. Er lernte sie auf dem Auslandschweizer-sekretariat kennen, wo sie 7 Jahre lang tätig war. Agathon erwirbt 1985 das Burgerrecht der Stadt Bern (Die Gesellschaft zu Kaufleuten). Seine Frau Meieli ist in dieser Zunft Almosnerin und Amtsvormund. Seit Juli 1972 ist Agathon Honorargeneralkonsul von Trinidad & Tobago. Heute ist er der Doyen des Bernischen Konsularkorps. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit geschichtlichen Forschungen über die Beziehungen zwischen der Schweiz und verschiedenen Ländern. Viele dieser Recherchen wurden veröffentlicht oder waren mit einer Ausstellung verbunden. Als Anerkennung für seine langjährigen Recherchen erhielt er von ausländischen Staaten Auszeichnungen, wie z.B. von Italien den Rittersorden «Cavaliere dell’Ordine Al Merito della Repubblica Italiana», im April 1994 den Orden «Francisco de Miranda» von Venezuela und im Dezember 1996 die höchste an Ausländer vergebene Auszeichnung im Range eines Generals, das «Kommandeurkreuz des Verdienstordens der Republik Polens».

Bild links: Meieli Aerni, geb. Vifian

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Das Schiff im Burger-Wappen von Agathon symbolisiert seine langjährige Auslandtätigkeit
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Der kleinstformatige Diplomatenpass der Welt. Ausgestellt 1972 vom Aussenministerium von Trinidad und Tobago
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Einer der vielen Orden von Agathon: Kommandeurkreuz des Verdienstordens der Republik Polens
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Sonderpass der Eidgenossenschaft ausgestellt für die verschiedenen Missionen im Ausland
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Innenseite des Mini-Diplomatenpasses von Trinidad & Tobago 
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Das SBB-Abonnement aus frühen Jahren als die dritte Klasse noch aktuell war.
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Daniel Ernst Kennedy ist am 20. Februar 1960 in Palo Alto, USA, geboren. Als Kind kam er zu seinen Grosseltern in die Schweiz. Er besuchte das Wirtschafts-gymnasium und schloss mit der Handelsmatura ab. Heute lebt Daniel in Wabern bei Bern.
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Annette Patrizia Elisabeth ist am 18. Juni 1977 in Bern geboren. 1998 erwirbt sie die Maturität.  Wie ihr Vater zieht es sie in ferne Länder. Im Februar 1999 wird sie nach Bolivien reisen, um ein Kultur- und Sprachstudium in Spanisch und Englisch an der Universität von Santa Cruz della Sierra in Angriff zu nehmen.




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Eduard Aerni







Bild rechts:
Eduard und Mina,
Gertrud Martha,
Hildegard und
Bertha Elisabeth




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Bild unten:

Mina und Eduard vor ihrem prächtigen «Hispano-Suiza». Eduard wollte nie selbst ans Steuer. Der Wagen wurde immer von Mina gelenkt.

Millimeterpapier-Pionier 
​​​​​​​Eduard Aerni 
1882–1972

Eduard ist am 20. März 1882  in Basel geboren.  In seinen jungen Jahren war er Prokurist in der Weinhandlung  Brügger & Von Tobel in Bern. Am 3. September 1910 heiratet er in Bern Mina geb. Leu. Mina war die Wittwe des Paul Karl Leuch und brachte zwei Kinder, Paul Werner Leuch (*1910) und Hildegard Ruth Marie (*1907), mit in diese Ehe. Gemeinsam haben sie noch zwei Kinder: Gertrud Martha, geb. am 30. März 1914 und Bertha Elisabeth geb. am 29. Januar 1918. Gertrud Martha, «Trudeli» genannt, starb leider schon im Alter von 15 Jahren. Eduard war ein «Pionier» in der graphischen Papierbranche und aus dem kleinen Laden von Mina wuchs ein blühendes Unternehmen heran, die renommierte Firma «Aerni-Leuch». Dazu brauchte es Eigenschaften wie Genauigkeit, Beharrlichkeit und Ehrgeiz. Eduard war der geborene «Perfektionist». So entwickelte er z.B. als erster die Herstellung von Millimeterpapier auf Rollen. Die Firma zog auch Nichten und Neffen für eine Ausbildung oder ein Praktikum an. Hans, der Sohn von Maria Martha Wyler-Aerni, absolvierte seine kaufmännische Lehre hier und wurde Zweitbester bei der Abschluss­prüfung. Auch für Verena Ursula Aerni (sein Patenkind) und Agathon Aerni war das Unternehmen eine Zwischenstation
in ihrem Berufsleben.
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"Waldenburgerli"-Lokführer 
​​​​​​​Emil Aerni 1902–2001?

3.1.4 Emil (1902) ist in Ziefen aufgewachsen und heiratete im April 1927 Emma Anna Huckle.  Sie wohnten mit ihren zwei Kindern, Hans Emil (1927) und Emma (1930) in Oberdorf und später in Liestal. Emil ist heute (1998) mit seinen 96 Jahren das älteste Familienmitglied.
Er wollte nicht Knecht oder Handlanger werden und lernte das Handwerk des Schmides. Er kam zur Waldenburger-Bahn, für die er 1927 die Lastwagenprüfung absolvierte, um täglich die Milch von Langenbrugg nach Waldenburg zu führen. Stolze 35 Jahre war Emil dann selbst Lokführer. Viel Wissen erfuhr er von seinem Freund aus Winterthur (Lokomotivfabrik), das ihm ermöglichte, die Kessel seiner Lokomotive selbst zu flicken.
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Bild oben: Emil auf seiner 15,4 Tonnen schweren Lokomotive Nr. 6 der Waldenburger Bahn, die heute im Verkehrshaus Luzern zu bestaunen ist.


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Hof «Fraumatt» in Ziefen


3.1 Christian (1865) und Eva Schweizer heirateten im November 1890 in Ziefen und führten den Hof ”Fraumatt”. Sie hatten die kinderreichste aller Aerni-Familien.
Von den
14 geborenen Kindern sind drei im Kindesalter gestorben und zwei leben noch heute (1997): Emil (1902) und Bertha (1910).
Die Familie setzte sich in fünf Zweigen fort: Christian (1892), Ernst (1895), Gottlieb (1900), Emil (1902) und Fritz (1904).




Bild rechts oben:
Fotographie von 1895. Christian Aerni und Eva Schweizer mit ihren
4 erstgeborenen Kindern: Vater mit Jakob, Mutter mit Friedrich sowie Verena und Christian.


Bild rechts unten:
Geradezu köstlich ist diese 45 Jahre später entstandene Aufnahme anlässlich ihrer  «Goldenen Hochzeit» aus dem Jahre 1940. Christian sitzt wieder links und Eva rechts.

Die Kinderschmiede 
​​​​​​​Christian & Eva Aerni 


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 ... und eine Schar von Gastronomen!

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Stehend Jean Caminale und sein Sohn François,
sitzend Anna Rosina
geb. Aerni mit ihrer jüngsten Schwester
Lina Christina.
Die Aufnahme stammt
​​​​​​​von dem bekannten Fotographen L. de Ferrari aus Monte Carlo.

Hoteldame
​​​​​​​Anna Rosina Aerni 
1854–?

Anna Rosina ist am 30. Juli 1854 in Münsigen geboren. In Monte Carlo war sie als Gouvernante tätig. Dort lernte sie den Hotelier Jean Caminale kennen und heiratete ihn. In der Wintersaison betrieben sie das Hotel «Beau-Rivage» in Monte Carlo und im Sommer ein Hotel in Vals-les-Bains im französischen Departement Ardèche. Bis in die zwanziger und dreissiger Jahre bestand eine Beziehung zwischen der Schweiz und Monte Carlo. Eduard Aerni (1882) und Eduard Ernst Jakob Aerni(1897) pflegten einen engen Kontakt mit dem Sohn François Caminale und dem Enkel Paul Caminale. Diese weilten auch mehrere Male auf Besuch in der Schweiz, so z.B. auch im Jahre 1938 bei Johannes (1856) in Wichtrach. Das Sommer-Hotel führen heute die Nachkommen von Paul Caminale.
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Hans Ernst Aerni​​​​​​​
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​​​​​​​Frieda Hedwig mit Bernhard und Ruth
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Der «alte Helm» eine stadt­bekannte, besonders von «Gewerblern» stark frequentierte Wirtschaft am Fischermarkt, ist
1927 durch ein mo­dernes Geschäftshaus ersetzt worden.
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Zwei stolze Köche vom Hotel «Schweizerhof» in Zürich. (links Hans)
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Flugbegeisterter
Hans Ernst Aerni 1896–1981

Hans Ernst ist am 2. Nov. 1896 in Oberwichtrach geboren und absolvierte seine Kochlehre im Hotel «Schweizerhof» in Zürich. Nach seiner Tour der Grand- Hotels in Luzern, Flims, Montreux, St. Moritz, Braunwald, Montana, Wengen, Bern, Chamonix, Lyon und Rom geht er für einen Sprachaufenthalt nach England. Zurück in der Schweiz perfektioniert er seine Kochkunst beim bekannten Gastronomen R. Dietiker im Bahnhofbuffet Olten. Im März 1932 heiratet er in Bern Frieda Hedwig Krenger. Ihre zwei Kinder sind beide in Basel geboren, Bernhard Raymond am 3. Dez. 1934 und Ruth am 12. Juli 1936. Als Gérant führte er das heute nicht mehr existierende Restaurant «Heim» an der Eisengasse beim Marktplatz und später das Restaurant «Ostschweizer Weinstube Räbe». Gefreut hat er sich immer, wenn ein Tisch hübsch gedeckt war und das Essen gepflegt serviert wurde.​​​​​​​
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Hans Ernst liess ein Aerni-Zinnteller mit 3-Ähren im Wappen anfertigen.
Korrekt hat der Name Aerni, heraldisch gesehen, aber nichts mit Ähren zu tun!

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Fliegen war eine Leidenschaft von Hans. Sein grösster Stolz war aber das Erlebnis, zusammen mit dem Flugpionier Walter Mittelholzer geflogen zu sein.
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Johannes (*1856) mit seinen Kindern und ihren Ehepartnern. Links Hans und Frieda Hedwig Aerni-Krenger, oben Paul Friedrich und Susanne Clara Aerni-Berner, rechts Fritz und Maria Martha ​​​​​​​

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Hans Alfred ​​​​​​​​​​​​​​
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Rosa Aerni
​​​​​​​geb. Sahli, 1903–1963
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Hans Alfred ist am 30. April 1895 in Merligen geboren und aufgewachsen. Als Koch war er in renommierten Hotels in Bern, Thun und Interlaken tätig. Im Oktober 1924 heiratet er die in Derendingen aufgewachsene Rosa Sahli. Sie war Damenschneiderin und zu Hause eine begnadete Köchin. Ihr Sohn Marcel (1925) ist in Solothurn und Tochter Sylvia (1928) in Derendingen geboren. In Unterseen stirbt Hans Alfred noch vor seinem 46. Geburtstag. Rosa verheiratet sich 1941 ein zweites Mal mit dem Sekuritas Direktor Emil Meyer und zieht mit Marcel und Sylvia nach Winterthur. Rosa starb im Jahre 1963 in Winterthur.

Mein Grossvater
Hans Alfred Aerni 1895–1941


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1924 – Hochzeitsfoto von Rosa und Hans Alfred
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4 Generationen. Von links: Walter Sahli (mein Urgrossvater und Vater von Rosa und Martha), Marcel (mein Vater), Rosa (meine Grossmutter), eine Nachbarin, «s’Müeti» (meine Ururgrossmutter), Martha (meine Grosstante), Sylvia (meine Tante) und Frieda Sahli (meine Urgrossmutter)​​​​​​​​​​​​​​