Waagen Storys 


1904 Technische Abnahme mit Ehrenerklärung

1924 Trayvou-Waage am Grossen Preis von Frankreich​​​​​​​​
1933 Mit 44 Löcher zum Sieg​​​​​
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1934 Gewicht weggezaubert




Autorennen

1903

Paris – Madrid

das infernale Rennen / 24. Mai 1903

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Das Rennen wurde infolge der vielen Unfälle nach 552 km in Bordeaux gestoppt. Diese Vignette ist somit mit dem korrekteren Text beschrieben: Paris – Bordeaux 1903. Die Abbildung zeigt den Sieger Fernand Gabriel auf Mors mit der Startnummer 168. Seine Siegeszeit betrug 5 Std. 13 Min. und 31 Sek., die Durchschnitts-geschwindigkeit betrug 105 km/h.

Ermittelt wurde
​​​​​​​das Trockengewicht

Vorgesehen war ein Rennen mit einer Gesamtdistanz von 1307 Kilometer unterteilt in drei Etappen: Versailles – Bordeaux (552 km), Bordeaux – Vitoria (335 km) und Vitoria – Madrid (420 km). Über 300 Fahrer haben sich in kürzester Zeit eingeschrieben. Die Teilnahmekosten reichten von 50 bis 400 Franken, je nach Gewichtsklasse. Das Gewicht der vier Gewichtsklassen wurde als Trockengewicht bestimmt: ohne Fahrer, Kraftstoff, Batterien, Öl, Ersatzteile, Werkzeuge, Lebensmittel und Wasser, Fahrer-Gepäckservice, Scheinwerfer und Leuchten, Gurte, Hörner und eventuellem externen Anlasser. Die zwei schwersten Klassen sollen neben dem Piloten während dem ganzen Rennen einen Mechaniker mit nicht weniger als 60 Kilogramm mitführen. Die Kategorien Voiturette und Motorräder hingegen waren auf einen Fahrer limitiert. Die Startreihenfolge erfolgte nach einem Zufallsprinzip. Gestartet wurde im Zweiminutentakt in den «Jardins de Versailles» am Sonntag den 24. Mai um halb Vier Uhr am Nachmittag. Nachdem der Letzte der 179 Autos und 59 Motorräder startete, hatte die Startnummer 1 bereits mehr als 200 km zurückgelegt.


Alle Bilder aus Privatsammlung
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Team Renault mit der Startnummer 129. Der tödlich verunglückte Konstrukteur Marcel Renault pilotierte das gleich Model, aber mit der Startnummer 63.
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«Pont -a-bascule pour peser les voitures a deux roues» der französischen Firma Duchesne & Cie von 4000 bis 12‘000 Kilogramm Tragkraft. Für vierrädrige Wagen kam eine etwas grössere Plattform zum Einsatz.



Am Start befanden sich 174 Fahrzeuge. Diese wurden in 4 Gewichts-Kategorien unterteilt.

Rennwagen                 Leergewicht (ohne Benzin) von 650 bis 1000 kg
                                            Mors, Panhard-Levassor, Gobron-Brille, Mercedes, 
                                            Gardner-Serpollet, Charron-Girardot-Voigt, Gillet-Forest

Leichte Rennwagen    Leergewicht (ohne Benzin) von 400 bis 650 kg
                                           Richard Brasier, Adler, Decauville, De Dion-Bouton,
                                           Renault, Darracq, Clement

Voiturettes                    Leergewicht (ohne Benzin) von250 bis 400 kg

Motorräder                   Leergewicht (ohne Benzin) 50 kg und leichter


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Der Mors N°217 auf der Waage

Mors: Französische Automobilmarke von 1895 bis 1925. Die Rennwagen erzielten um die Jahrhundertwende vom
19. zum 20. Jahrhundert große Erfolge. Gründer: Louis et Eugène Mors. Im Jahre 1906 wird André Citroën General-direktor, der kurz nach dem ersten Weltkrieg 1919 die Firma Citroen gründete.

Das Rennen wurde infolge der vielen Unfälle nach 550 km in Bordeaux gestoppt. Fernand Gabriel auf einem Mors
​​​​​​​mit der Startnummer 168 wurde zum Sieger erklärt. Auguste Amblard ebenfalls auf einem Mors mit der Startnummer 217 (Photo) beendete das Rennen jedoch auf dem 95. Platz. Ins Ziel kamen nur 99 der gestarteten 174 Wagen.
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Der tödlich verunfallte Marcel Renault auf seinem Renault mit der Startnummer 63. 

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Voiturette: Alle Eigenschaften der leichten Voiturette







Der bereits bekannte französische
Radrennfahrer Lucien Lesna starb 1932,
Ironie des Schicksals, an den Folgen
eines Motorrad-Unfalls. 
Das Bild zeigt Lucien Lesna 1903
mit seiner Rennmaschine bei der
«Pesage» in den Tuilleries.




Das Rennen geriet zum Desaster.  Dramatische Szenen mit fatalen Folgen


Der Auto-Fabrikant Marcel Renault übersah in der Staubwolke des vor ihm fahrenden Théry eine Kurve und flog mit etwa 130 km/h von der Straße. Zwei Tage später erlag er seinen Verletzungen. Claude Barrow, Werksfahrer von de Dietrich in Lunéville, überfuhr nach der Kontrolle in Libourne einen Hund, der die Lenkung blockierte. Die Fahrt endete an einem Baum, sein Beifahrer Pierre Rodez war sofort tot. Barrow, schwer verletzt, starb 14 Tage später. Dramatisch die Schilderung des Unfalls bei Angouléme: «Auf der stark gewölbten Brücke von Couronne wurde Normand, der Mechaniker von Tourand, fast aus dem Auto geschleudert. In seiner Not bekam der den Arm des Fahrers zu fassen, der dadurch das Lenkrad verriss. Tourand verlor die Kontrolle über seinen Brouhot, fuhr gegen eine Böschung und wurde in die Zuschauermenge geschleudert. Dem jungen Soldaten Dupuy gelang es, ein Kind aus dem Gefahrenbereich zu reißen, er erlitt jedoch tödliche Verletzungen. Ein weiterer Zuschauer, Caillon, wurde getötet, ein dritter, Raffet, schwer verletzt. Normand starb ebenfalls bei dem Unfall.» Die Unfälle mit Schwerverletzten waren noch weit zahlreicher als die Fatalitäten: Phil Stead überschlägt sich und landet eingeklemmt in einem Graben, kann aber nach erster Hilfe durch die einzige weibliche Starterin, Camille du Gast, gerettet werden.​​​​​​​


Lucien Lesna
Das tragische Ende
 einer Karriere
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Technische Abnahme
mit Ehrenerklärung

24. Gordon-Bennett Rennen, Deutschland, Taunus, 17. Juni 1904​​​​​​​

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Albert Freiherr von Schrenck-Notzing (* 18. Mai 1862 in Oldenburg; † 12. Februar 1929 in München) war ein deutscher Mediziner und ein Pionier
​​​​​​​der Psychotherapie und der Parapsychologie.
An diesem Grossanlass in Homburg stellte er sich als
Waagmeister zur Verfügung. ​​​​​​​
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1300 kg auf der Waage
Im Jahre 1904 schnellster Wagen der Welt. Ein weisser Mercedes, noch ohne Startnummer, auf der Stadtwaage vor der Feuerwache in Homberg. Zwei Mercedes mit einer Motorenstärke von 60 bis 90 PS, 4 Zylinder und einen Kettenantrieb
nehmen an diesem Rennen teil. Ist es der Waagen des letztjährigen Siegers Jenatzy bekommt er die Startnummer 1, ansonsten die Startnummer 8 für den Wagen den Baron de Caters lenkt.
​​​​

Das Wiegen und die technische Abnahme
Am Donnerstag, dem 16. Juni 1904 um 9.30 Uhr findet auf der städtischen Waage vor der Feuerwache in der Elisabethenstrasse in Homburg die – wir würden heute sagen „Technische Abnahme“ – statt. Dr. Freiherr von Schrenck-Notzing ist Leiter der Waage. Er fordert von den Fahrern eine „Ehrenerklärung“ über die Herkunft der Fahrzeuge. Er berichtet: „Die Fahrzeuge müssen einen horizontalen Auspuff, zwei Bremsen, von der eine auf die Hinterräder wirkt sowie einen Rückwärtslauf besitzen. Nach diesen Feststellungen wurde jeder Wagen mit der Startnummer versehen, an der Kühlung gekennzeichnet, respektive plombiert, sowie an den Achsen, an dem Rahmen und an vier Rädern gestempelt.“ Edge lässt vor dem Wiegen Benzin an seinem Napier ab (in den Rinnstein!!), da das Fahrzeug „trocken“ gewogen werden muss. Etwas weiter unten zündet jemand eine Zigarre an und das Feuer, durch ein Zündholz entfacht, bahnt sich seinen Weg hinauf zum Napier. Glücklicherweise kann schnell gelöscht werden, die Feuerwache ist ja gegenüber.​​​​​​​

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Der Sieger Camille Jenatzy auf Mercedes

Durch den Sieg von Camille Jenatzy auf Mercedes beim Gordon-Bennett-Cup 1903 war Deutschland als Austragungsort dieses Rennens vorgegeben. Als Strecke diente der 128 km lange Rundkurs bei Homburg durch den Taunus, der viermal durchfahren werden musste. In Anwesenheit Kaiser Wilhelms II. stellten 6 Nationen ​​​​​​​je 3 Rennwagen, worunter Frankreich und England durch nationale Ausscheidungsrennen erst die Teilnehmer ermitteln müssen. Für Deutschland am Start war Camille Jenatzy sowie Baron de Caters je auf Mercedes und
​​​​​​​Fritz Opel auf Opel-Darracq Rüsselsheim. Der Sieg ging an den Franzosen Léon Théry.​​​​​​​

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Anker

Anker1924

Trayvou-Waage
am Grossen Preis von Frankreich​​​​​​​​​


Das Rennen hatte auch den AIACR-Ehrentitel Großer Preis von Europa. Es wurde entsprechend den Bestimmungen der Formule Internationale – der von der AIACR vorgegebenen offiziellen Internationalen Grand-Prix-Formel:

Mindestrenndistanz: 800 km (35 Runden à 23,15 km)
 Teilnahmeberechtigt: Werksmannschaften mit Rennwagen bis 2 Liter Hubraum
Mindestgewicht: 650 kg.

Das exakte Gewicht aller teilnehmenden Fahrzeuge wurde mit einer Trayvou-Waage erfasst.
Diese ist auf den meisten Abbildungen der "Pesage" gut zu erkennen im reich verzierten Holzkasten unter dem schützenden Stand. ​​​​​​​

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"Pont a Bascule de 10'000 Kilogrammes
pour peser les Voitures à quatre roues"

zeigt das Funktions-Prinzip der damaligen Fahrzeugwaagen.


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Teilnehmende Teams:​​​​​​​
​​​​​​​Quelle aller Rennbilder: BIBLIOTHÈQUE NATIONALE DE FRANCE


Startnummern

1

8

14

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Sunbeam Talbot-Darracq Motors
England

​​​​​​​Chasis: Sunbeam GP

Motor: Sunbeam 2.0 L
I6 Kompressor


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Henry Segrave
* 22. September 1896, 
Baltimore, Maryland, USA
1930, Windermere UK ​​​​​​​
Platz 5

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Schnellste Runde mit ​​​​​​​11:19,000
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Kenelm Lee Guiness
14. August 1887, 
Dublin, Irland
+ 10. April 1937,  Putney Vale, UK
DNF
Motorschaden

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Dario Resta
19. August 1884, 
Faenza, Italien
3. September 1924, Brooklands, Weybridge UK
Platz 10
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Startnummern

2

9

15

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Autobobiles Delage​​​​​​​

Frankreich:

​​​​​​​Chasis: Delage 2 LCV

Motor: Delage 2.0 L V12

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Albert Divo
* 24. Januar 1895, Paris 
+ 19. September 1966, 
Morsang-sur Orge
Platz 2
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Robert Benoist
* 20. März 1895, Frankreich
+ 9. September 1944, 
Weimar, Deutschland
Platz 3
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René Thomas
* 7. März 1886, Périgueux, 
+ 23. September 1975 Colombes, F
Platz 6
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Startnummern

3

10

16

19

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SA Ital. Ing. Nicola Romeo​​​​​​​


Italien

​​​​​​​Chasis:
Alfa Romeo P2 8C / 2000


Motor:
Alfa Romeo 2.0 L I8 Kompressor

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Antonio Ascari
* 15. September 1888 
Sorgà, Italien
+ 26. Juli 1925,
Paris, Frankreich
Platz 9
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Giuseppe Campari
* 8. Juni 1892,
Lauden, Italien
+ 10. September 1933,
Monza, Italien
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Louis Wagner
* 5. Februar 1882,
Le Pré-Gervais, F
+ 13. März 1960,
Montlhéry, F
Platz 4
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Enzo Ferrari
* 8. Juni 1892,
Lauden, Italien
+ 10. September 1933,
Monza, Italien
DNS
Fahrer erkrankt

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Startnummern

4

11
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Schweizer Team:  Schmid 


Schweiz

​​​​​​​Chasis:
Rolland-Pilain A22 Grand Prix

Motor:
Schmid 2.0 L I6

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Giulio Foresti
* 1888, Bergamo, Italien,
Lauden, Italien
+ 1965
DNS
Unfall im Training

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Jules Goux
* 6. April 1885,
Valentigney, Frankreich
+ 6. März 1965,
Mirmande, Frankreich
DNF
Kühlerschaden

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Startnummern

5

12
17
20
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Team Fiat


Italien

​​​​​​​Chasis:
Fiat 805 / 405

Motor:
Fiat Type 405, 2,0 L I8
Kompressor

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Felice Nazzaro
* 4. Dezember 1881
Turin, Italien
+ 21. März 1940
​​​​​​​Turin, Italien
DNF
Bremsdefekt

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Pietro Bordino
* 22. November 1887
Turin, Italien
+ 15. April 1928
Alessandria, Italien
DNF
Bremsdefekt

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Onesimo Marchisio
* 1861
​​​​​​​+1946
DNF
Motorschaden

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Cesare Pastore
 * 1903
+ 1942

DNF
Unfall

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Startnummern

6

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Team Louis Zborowsky


England

​​​​​​​Chasis:
Miller 122

Motor:
Offenhauser 2,0 L  I8

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Louis Zborowski
* 20. Februar 1895
England, UK
+ 19. Oktober 1924
Monza, Italien
DNF
Achsbruch

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Startnummern

7

13
18
​​​​​​​21
​​​​​​​22
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Usines Bugatti


Frankreich

​​​​​​​Chasis:
Bugatti T35

Motor:
Bugatti 2,0 L  I8

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Jean Chassagne
* 26. Juli 1881
La Croisille-sur-Briance
+ 13. April 1947
​​​​​​​La Croisille-sur-Briance
Platz 7


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Ernest Friederich
*23. Oktober 1886
Paris Frankreich
+ 22. Januar 1954
Nizza, Frankreich
Platz 8


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Pierre de Vizcaya
* 5. Juli 1894
Altdorf, Frankreich
+ 15. Juli 1933
​​​​​​​Paris, Frankreich
DNF
Unfall

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Leonico Garnier,
de Calvache
* 28. März 1881, Beaumont
+ 1963 Saint-Sébastien
Platz 11

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Meo Constantini
* 14. Februar 1889
Vittorio Veneto, Italien
1 19. Juli 1941
​​​​​​​Milano, Italien
DNF
Lenkungsdefekt

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   Europa Grand Prix Sieger 1924

   Sieger: Guiseppe Campari auf Alfa Romeo (links)
   und der Zweitplatzierte Albert Divo auf Delage ​​​​​​​​​​​​​​
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Anker1933

Mit 44 Löcher zum Sieg​​​​​​​​​​​​​​


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Gesamte Gewichtseinsparung 
der 44 verschiedenen grossen 
Löcher: 4,82 Kilogramm

Anzahl Löcher:
4 x 30 mm = 15.30 cm2
2 x 40 mm = 25.12 cm2
32 x 50 mm = 313.62 cm2
2 x 60 mm = 56.52 cm2
2 x 70 mm = 76.92 cm2
2 x 90 mm = 127.17 cm2
Total 614.65 cm2.
Die Gewichtseinsparung gerechnet
​​​​​​​mit einem 1 mm Blech beträgt 4.82 kg

Das Geheimnis der Bugatti-Triumphe auf den Rennpisten dieser Welt liegt nicht so sehr in

überragender Motorleistung, sondern im geringen Gewicht der Boliden und ihrer extrem

hohen Zuverlässigkeit durch eine perfekte Bearbeitung aller Teile.

Bugatti Typ 59, 
Baujahr 1933–35, Gebaute Stückzahl 8
Motor 8 Zyl. Reihenmotor, 2 Ventile/Zyl.,
2 obenliegende Nockenwellen
Hubraum/Bohrung [cm³/mm] 3257/72 x 100
Kompressor ja, Vergaser 2 Zenith
Leistung [PS bei U/min] 250 bei 5500
Vorwärtsgänge 4, Antrieb Wellenantrieb
Vordere Radaufh. Starrachse, 1/2-elliptische Federn
Hintere Radaufh. Starrachse, umgekehrte
1/4-elliptische Federn, Bremsen Seilzugtrommelbremsen
Radstand [m] 2,6, Spurweite [m] 1,25, Reifengröße 5,50 x 19

                           Gewicht ca. 750 kg     
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Alles voller Löcher!

Nur der amerikanische 75-PS starke Simplex näherte sich der Macht der europäischen Maschinen. Um die Gewichtsbegrenzung von maximal 2.204 Pfund zu erreichen, bohrte der Rennfahrer Frank Croker grosse Löcher in das Chassis. Gut ersichtlich sind auch die Löcher unter dem Mechanikersitz und der Zahnrad-scheibe.

Bild: www.vanderbiltcupraces.com
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Anker1934

​​​​​​​Gewicht Weggezaubert!

Nürburgring 1934 bis 1938

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Auszüge „Aus dem Tagebuch eines Rennmechanikers der Auto Union“
Rudolf Friedrich schildert seine Erlebnisse und Erfahrungen am Nürburgring. 

Am Sonnabend von 8 bis 12 Uhr war im Rennfahrerlager Abnahme aller Rennwagen nach der Grand-Prix-Formel, die von 1934 bis 1938 Geltung hatte. Diese ausgesprochene Leistungsformel gab den Konstrukteuren freie Hand, wieviel PS sie aus dem unbegrenzten Zylinderinhalt der Rennmotoren herausholten. Vorgeschrieben war bei dieser Formel nur das Gewicht des Rennwagens. Das Maximalgewicht des Fahrzeuges mit vier Rädern ohne Betriebsstoff und Schmiermittel sowie ohne Gummibereifung durfte nur 750 Kilogramm betragen. Gewann nun ein Fahrer diesen Großen Preis - in diesem Falle war es Bernd Rosemeyer, 1934 Hans Stuck -, dann mussten die ersten fünf Rennwagen, die am Ziel ankamen, vor den Boxen aufgestellt werden. Es durfte mit keinem Handgriff etwas daran verändert werden. Nach der Siegerehrung wurden dann die Rennwagen ins Rennfahrerlager zur Nachprüfung des Gewichtes auf die Waage gefahren. Stimmte das Gewicht nach dem Rennen nicht mehr, wurde dem Fahrer der Preis aberkannt. Meistens stimmte das Gewicht nur bei Skuderia Ferrari. Ihre Alfa-Romeo- Rennwagen hatten sogar oft 10 bis 15 Kilogramm Minusgewicht. Bei den deutschen Rennwagen ging es immer so knapp zu, dass wir vor der Wagenabnahme einige schwere Teile aus dem Rennwagen entfernten. Diese Teile mussten aber zum Rennen wieder eingebaut werden und der Wagen war wieder zu schwer. Wie wurde nun die Frage des Gewichtes gelöst? Während an dem Siegerwagen die gummibereiften Räder mit unbereiften ausgewechselt wurden, ließ ein anderer Monteur das Benzin und Öl ab. Aus dem offengelegten Nockenwellenkörper des Motors wurde mit einer Saugpumpe jeder Tropfen Öl abgesaugt. Wie nun vor der Abnahmekommission, die um den Wagen herumstand, den 753 Kilogramm schweren Rennwagen auf 748 bis 749 Kilogramm zurückzaubern? Das haben wir – genau oder ähnlich wie Mercedes-Benz – folgendermaßen gemacht: Ein Monteur legte sich neben einer großen Blechwanne unter den Rennwagen. Während er an der Motorölwanne die Ölschläuche löste und das Öl in die Blechwanne laufen ließ, löste er die dahinter liegenden Stoßdämpfermuttern – sie waren schon auf der Fahrt zum Rennfahrerlager unbemerkt mit einem Schlüssel gelockert
worden – und ließ sie mit den schweren Stoßdämpferscheiben aus Stahl und Pressstoff mit ins Öl fallen. Somit wurden die drei bis vier Kilogramm Übergewicht des Rennwagens entfernt. Dieser Schwindel musste natürlich etwas geschickt vorgenommen werden. ​​​​​​​

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Silberpfeilschnell dank Gewichtseinsparung

Bezeichnung der deutschen Grand-Prix-Rennwagen von Mercedes-Benz und Auto Union von 1934 bis 1939.
Hier der Rennwagen von Auto Union.

Wie es aus einigen Quellen heißt, beruht die Entstehung der Silberpfeile auf einer Verlegenheitslösung:
Das zulässige Gesamtgewicht der Formel-Rennwagen für die Jahre 1934 bis 1936 betrug maximal
750 kg (ohne Fahrer, Kraftstoff, Öl, Wasser und Reifen) Bei der technischen Abnahme zum Eifelrennen auf
dem Nürburgring am 3. Juni 1934 wog ein neuentwickelter Mercedes nicht 750, sondern 751 kg.
Über Nacht entfernten demnach die Mechaniker den Lack von den Wagen. Dabei sei das typisch silbern
glänzende Aluminiumblech zum Vorschein gekommen, das dem Wagen und seinen Nachfolgern
den Namen „Silberpfeil“ einbrachte.