Ein Elefant muss her!

Die Tigerstory

Das vielfältige Einsatzgebiet unserer Waagen faszinierte auch die Redakteure vom Magazin
des Tagesanzeigers. Deshalb fragten sie mich an, ob wir für eine Sonderausgabe mit Ihnen
das Titelbild des Magazins 15 / 2009 gestalten würden. Ihre Idee: 
Ein Elefant  auf einer METTLER TOLEDO Waage.

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1. Versuch
Die zwei Zoo-Mitarbeiter machen vor dem alten Elefantenhaus den zwei Redakteuren, dem Fotografen und mir klar, dass ihre Tiere keine Zirkus-elefanten seien und sich nicht einfach vor eine, mit weisser Blache gespannter Wand hinstellen lassen. Es würde Wochen dauern, bis Elefanten sich an so eine neue Umgebung gewöhnt hätten. 

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Vergessen wir die Elefanten!
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2. Versuch
 Der Fotograf und ich kriechen in das aufgeheizte  Riesen-Terrarium der Galapagos-Riesenschildkröten. 
Hinter der riesigen Glasscheibe erkennen wir die etwas verwunderten Blicke der Zuschauer. Es ist erdrückend warm. Der Zoo-Mitarbeiter stellt einen umgekehrten Kübel in die Mitte des Raumes auf und bemerkt dazu: Hier heben wir sie drauf, so kann sie nicht mehr davonlaufen! 
Fotograf und ich denken das Gleiche: Riesenschildkröten streichen!

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3. Versuch
Bei der Futter- und mit Gitterstäben gesicherten Wägeeinrichtung im Gebäude der Brillenbären meinte die Tierpflegerin: "Sie könnnen gerne im Gehege draussen fotografieren – ich gehe da aber nicht rein!" 

Wir sind uns sehr schnell einig:
Brillenbären – viel zu gefährlich!

Bildquelle: 1-4: Zoo Zürich, 5&6: Pixabay​​​​​​​

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4. Versuch:
Mein Vorschlag, ein kleines Pfeilgift-
fröschchen auf eine der kleinen, runden Waagschale einer Mikrowaage zu setzen findet keinen Anklang.

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5. Versuch
ich erinnere mich an eine Vorstellung mit René Strickler und seinen Raubtieren und schlage einen schwarzen Panter vor.

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"Wir wollen einen Tiger" heisst es jetzt von Seiten der beiden Redakteure. Damit endete auch unser Besuch im Zoo Zürich. 

​​​​​​​ Heikles Zeitproblem: 

Am Dienstagnachmittag fällt der Entscheid einen Tiger auf einer Mettler-Toledo Waage zu fotogra-fieren. Am Freitag ist Redaktions-schluss. Gnadenlos – ohne jeglichen Aufschub.

Noch am gleichen Tag ruf ich René Strickler an und erkläre ihm den Fall.
"Und wann soll ich mit den Viechern trainieren? Ich brauch dazu unbedingt eine dieser Waagen. So schnell geht das nicht. das braucht etwas Geduld"
"Morgen bring ich die Waage höchstpersönlich zu Dir nach  ​​​​​​ Subigen. Gesagt, getan. Aber wo bekomme ich so auf die Schnelle die geeignete "Tigerwaage"?

In unserer Empfangshalle werde ich am Mittwochmorgen fündig und beschlagnahme kurzerhand eine unserer Demowaagen. Eine leicht grössere Bodenwaage finde ich auch noch in der Repraturabteilung.  Jetzt so schnell wie nur möglich nach Subingen im Kanton Solothurn.

Donnerstag: Photoshooting.
Im tigerlosen Käfig bauen wir die weisse Rückwand auf. Die Waage wird noch mit einem Mettler-Toledo-Schriftzug versehen.  Wenn schon auf die Titelseite – dann richtig!
Draussen im Vorkäfig warten zwei Sibirische Tiger, Prachtsexemplare. Der Fotograf begibt sich ausserhalb des Käfigs zwischen zwei Gitterstäben liegend  in Position. Strickler lässt die beiden Tiger auf zwei erhöhte Hocker platzieren. Redet ihnen zu, krault sie am Hals. Mit seinem Dompteurstab lockt er den ersten auf die Waage. Denkste. Immer wieder zieht es den Tiger zu einem der Sandsäcke am unteren Ende der Haltestangen. Kommando: "zurück". Kommando:  "komm her". Fast eine ganze Stunde lang. Der Tiger will und will nicht auf Waage. Plötzlich schreit Strickler: "Bringet mer emal neus Fleisch – aber e chli früsches". Etwa zwei Kilo blutgetränktes Fleisch finden den Weg in den offenen Lederbeutel. Ein Stück Fleisch wird aufgespiesst, "Komm her" gerufen – und der Tiger sitzt auf der Waage – und genau in der Position, wie ich mir das immer vorgestellt habe. Nach der Frage: "Hast Du alles im Kasten?" wird die ganze Fotoausrüstung zusammengepackt. Das beste kommt zum Schluss: Dem Tiger gefiel es so gut auf unserer Waage, dass er diese nicht mehr verlassen wollte! Danke René für Deine immense Geduld!

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Offener Lederbeutel für Frischfleisch                          Geschützt zwischen den Gitterstäben
Pierre Aerni beim beschriften der Waage                   René Strickler mit viel Geduld