Die "Duftnase"
heitere Geschichten
aus dem Bildband: 60 Jahre Marc Roesti  (2006)
und andere Köstlichkeiten
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Marc Roesti
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Sailing
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Curling
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Spektakulärer Kunstraub in Winterthur
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Museumsdirektorin Caroline Jaeggli beziffert den Wert des gestohlenen Gemäldes auf bis zu
sechs Millionen Franken. Im Fernsehen ist von einer Summe bis zu 60 Millionen Franken die
Rede. Experten sprechen von einem unschätzbaren Verlust. Die Täter hatten sich möglicherweise
unter dieBesucher gemischt. Die Augenzeugin Heidi Aufmerksamen berichtet: Kurz
vor Schliessung der Galerie gelang es einem der Täter mittels Celloklängen die Alarmanlage
auszuschalten. Danach fesselten und knebelten sie die Frauen und sperrten sie in eine Toilette
des Museums ein. Die zweite Augenzeugin, Nina Luegtguet beobachtete zudem, dass
die maskierten Täter keine Schuhe trugen, vermutlich um keine Spuren zu hinterlassen. Zunächst
stahlen sie rund eine Million aus der Kaffeekasse. Danach machten sie sich seelenruhig
an den wertvollen Rösti zu schaffen, den sie mit samt dem Rahmen entwendeten. Nur dieser
Rösti, eine Leihgabe der WWF-Kunsthallen in Zürich war das Ziel der Täter. Andere wertvolle
Meisterwerke im Saal, wie die von Picasso, Monet oder Degas, ließen sie hängen. Erpressung
geplant? „Das Werk ist dermaßen bekannt, dass es unmöglich verkauft werden kann“, sagte
Kunstexpertin Lisa Imnoir. Wie die Polizei geht auch Lisa Imnoir von einem Auftragsdiebstahl
aus und meinte, hinter dem Coup könnte eine kriminelle Organisation stecken. Diese werde
möglicherweise versuchen, die Stadt Winterthur zu erpressen nach dem Motto: Informationen
gegen Geld. Der Polizeipräsident der Stadtpolizei Winterthur, Schnüffel-Schätti, sagte,
das Verbrechen gehe auf das Konto von Profis. „Das war Präzisionsarbeit.“ Das gestohle
Gemälde „Der Zigarrenraucher“ zeigt das Porträt des heute sechzigjährigen Parfumgenies
Marc Roesti. Von drei fast identischen Roesti-Porträts gilt das vom Römerholz als das großartigste,
weil es eindrucksvoll den absoluten Höhepunkt im Leben eines Zigarrenrauchers
zeigt. Für Kunstexpertin Lisa Imnoir hingegen wiederspiegelt das 50 x 70 Zentimeter grosse,
nicht signierte Bild vielmehr das Schlüsselwerk für Marc Roestis lebenslangen „Konflikt
zwischen Geist und Gefühl“. „Seltsam und schwerwiegend“ Schnüffel-Schätti äusserte sich
zuversichtlich, dass das Meisterwerk wiedergefunden wird. „Glücklicherweise sind die auf
Kunstdiebstähle spezialisierten Sondereinheiten sehr effizient: Etwa die Hälfte der gestohlenen
Kunstwerke werden wiedergefunden“, dieser Raub sei allerdings „seltsam und extrem
schwerwiegend“. Peter Pierli, Direktor der ArtDada-Print in Zürich meint: “Meistens geht
es dabei um Geld, denn mit Kunstwerken erzielen die Ganoven sehr leicht riesige Summen.
Zwar lassen sich die berühmten Gemälde nicht auf dem legalen Kunstmarkt verkaufen, dennoch
dienen sie häufig als Bezahlung oder als Pfand bei Waffengeschäften oder ersetzt das
fehlende Kleingeld beim Füllen von Jasskassen“. Einer der Verdächtigten gehört vermutlich
zur kriminellen Jassrunde “Slalomoff”. Bekannt ist das das Strehlgässchen zu seinem Revier
gehört. Ob das Untertor ebenfalls unter seiner Kontrolle steht ist rein spekulativ. Mehrere
Spuren führen aber auch in die oberen Etagen der Winterthurer Spielhölle – dem Casino.


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Rätsel um Roesti-Bild möglicherweise bald gelöst. Gut drei Tage nach dem spektakulären
Raub des weltberühmten Gemäldes „Der Zigarrenraucher“ läuft der Fall immer deutlicher
auf eine baldige Aufklärung zu. Bei den von Behörden, Medien und nicht zuletzt den Tätern
in den letzten Tagen massiv lancierten Meldungen hat dabei die Angst von Experten und
Kunstliebhabern kräftig Nahrung erhalten, dass das unersetzbare Kunstwerk verbrannt wurde
und damit für immer verloren ist. Entsprechende Meldungen eines Zürcher Kunstblattes
unter Berufung auf „gute Kontakte“ in die internationale Waffenwelt wurden zwar von der
Polizei umgehend und ungewöhnlich scharf dementiert. „Wir sind weiter sehr optimistisch“,
sagte Fahndungschef Sherlock Räbsi und qualifizierte die Zeitung „ArtDada“ ab als „Quelle,
die wir nicht unbedingt für glaubwürdig halten“. Kurz danach aber verkündete die Stadt
Winterthur als Nichtbesitzerin dieses berühmtesten aller Kunstschätze, man werde von den
Dieben 700 Millionen Euro Schadensersatz verlangen, wenn die Bilder wegblieben. Nach
Angaben eines Polizeisprechers vom Freitag wird die Forderung sowohl für den Fall eines
dauerhaften Verschwindens als auch bei etwaigen schweren Beschädigungen geltend gemacht.
Die brutale Ausführung des Kunstcoups ohne jede Rücksicht auf den Zustand des ungeheuer
kostbaren Bildes gehört zu den wichtigsten Bestandteilen einer hartnäckig kursierenden
Theorie über das Motiv der Täter: Der Roesti-Raub sollte demnach die Polizei von der
Jagd auf die Warthburg-Bande abhalten, die zuvor in Zürich eine Millionenbeute gemacht
und auf der Flucht wiederholt einen Bobschlitten benützt hatte. Die drei Festnahmen zum
Kunstraub folgten denn auch, kurz nachdem die Polizei in Volketswil die hübsche Tochter des
Gangsterboys dingfest gemacht hatte. Die als Mithelferin bei der Roesti-Aktion Verdächtigte
ist das Patenkind des in Volketswil lebenden Künstlers PA. Für Lisa Imnoir versteckt sich
hinter diesen Initialen auch der anonym bleiben wollende Autor des gestohlenen Gemäldes.
Mit den definitiven Festnahmen sei „schon bald“ zu rechnen, erklärte die Polizei jetzt. Die
Öffentlichkeit wartet aber wesentlich gespannter, ob die Behauptung im „ArtDada“ doch
stimmt: Dass „Der Zigarrenraucher“ für immer zerstört wurde, um Spuren zu verwischen.

Blick in die Zukunft: In Winterthur wird das Urteil über einen spektakulären Kunstraub
erwartet. Tagelang sorgte der Fall für Schlagzeilen, es war der größte Kunstraub der Nachkriegszeit.
Nun wird am 7. April des nächsten Jahres das Bezirksgericht Winterthur sein
abschließendes Urteil fällen. Und so wie es aussieht, dürften die Leidtragenden am Ende die
ehrwürdigen Besitzer sein. Die Täter, eine ganze Familienbande, wurden bald gefasst und
zum Teil zu langen Hausstrafen verurteilt. Aufgeflogen ist der ganze Coup am Ehrgeiz der
älteren Tochter mit dem Übernamen “Tschellibögli”, hätte sie auch nur ein winziges Fehlerchen
beim ausschalten der Alarmanlage eingebaut, Fahndungschef Sherlock Räbsi würde
heute noch an seiner Pfeiffe schmauchen. Der Boss ist ebenfalls einer der führenden Köpfe
der sogenannten “Slalomoff-Bande”, die damals das Winterthurer Jassmilieu beherrscht
haben soll. Verteidiger dieser Untertor-Bande ist der prominente Starverteidiger Hugli Camenzind.
Ein Anwalt der selber diesem Spieltrieb verfallen und so seine Tantiemen auch
mal auf den Rossberg verschiebt. Das Gemälde bleibt zunächst verschollen. Einen Tag später
aber agiert genau dieser Anwalt, dem man gute Kontakte zur höheren Gesellschaft wie
zum Untertor nachsagt, im Auftrag der Tate Gallery als Mittelsmann zur Wiederbeschaffung
des Rahmens. Dann, am Mittwock ruft Camenzind die WWF-Kunsthalle an und bietet
seine Dienste im Falle dass das Gemälde gefunden würde an. Mit diesem Anruf wurde das
Leben des Direktors der WWF-Kunsthalle, Werni Grünstilz, kompliziert. »Einerseits wollten
wir uns nicht erpressen lassen«, sagt er, »andererseits wollten wir uns die Gesprächsbereitschaft
offen halten. Von da an fühlte sich die WWF-Kunsthalle im Recht und pochte
auf Herausgabe des Werks. »Irgendwann«, so erzählt Werni Grünstilz, “wollte der Anwalt
nach endlosen Verhandlungen das Bild nur noch loswerden.” Er gab es dem Römerholz, also
dort, wo es gestohlen worden war, wieder ab. Das Bild ist nun wieder an Ort und Stelle.
Verhandelt werden jetzt nur noch die Aufwandsentschädigungen von Werni Grünstilz in
Höhe von 250000 Franken, die die Tate Gallery beziehungsweise stellvertretend die Stadt
Winterthur nicht überweisen wollten. Da möchte man sich eher vom Gericht dazu anweisen
lassen. In der Tate Gallery hatte man den Strafverteidiger nach der Rückführung des
Gemäldes mit einem großen Essen als Helden gefeiert. Beim WWF dagegen, so sagt er enttäuscht,
hat man mich sozusagen zum Betrüger degradiert und sich auf die Auffassung zurückgezogen,
dass Museen nicht erpressbar seien. Ohne den teilweise auch lebensgefährlichen
Einsatz des Anwalts hinge “Der Zigarrenraucher” wohl kaum wieder an seinem Platz.
Wird das Urteil zugunsten des Klägers entschieden, und dies ist sehr wahrscheinlich, muss der
WWF die 250000 Franken selber bezahlen. Und das zusätzlich zu den fast zwei Millionen, die
sie an die Versicherung hatte zurückzahlen müssen. Das Geld hatte die Stadt Winterthur ja
schon im Namen des WWF für Ankäufe ausgegeben. So hofft also Werni Grünstilz, die auf dem
Gemälde dräuenden Nebelschwaden mögen den Fall schnell einhüllen und vergessen lassen.

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Parfum
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Biokomisches
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Slalomoff Winterthur

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Tabula Roesti
Metroplan-Lebenslauf
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Mon ami Marc Roesti

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